Baustellenlogistik
- schneller mit mobiler Datenerfassung.
Disposition und Kommissionierung erfolgen
parallel.

Schnelligkeit und Variabilität sind die
Anforderungen an eine erfolgreiche Baustellenlogistik. Wechselnde
Einsatzorte, kurzfristige Arbeitsvorbereitung und kaum planbare
Witterungseinflüsse prägen die Rahmenbedingungen in der
Bauwirtschaft. Durch traditionelle Branchensoftware vorbestimmte
Prozesse werden dabei oft zum Flaschenhals in der Disposition von
Bauunternehmen. Mit mobiler Datenerfassung sind Kommissionierung
und Logistik parallel organisiert, ein großer Zeitvorteil
für alle Beteiligten.
Nachtschichten im Dauerregen und 24-Stunden-Betrieb über das
Wochenende, bei einem Auftragsvorlauf von 1 Woche, fordern die ganze
Erfahrung und Kreativität der Logistiker auf den Bauhöfen
in Straßen- und Gleisbauunternehmen. Große Baugeräte,
kleine Werkzeugsätze, dazu 5-stellige Tonnagen an temperaturgeführten
Baustoffen und die oft kritische einzelne Schraube gilt es termingerecht
und in der richtigen Reihenfolge bereitzustellen. Weil die traditionell
eingesetzte Branchensoftware zu träge war, wurde über
konventionelle Stecktafelsysteme, Telefon und handgeschriebene Lieferscheine
gearbeitet. Abends wurden Materialbelastungen und Gerätekosten
in den verschiedenen Teilsystemen der Kostenrechnung manuell gebucht.
Das erfolgt heute vollständig elektronisch.
"Unglaublich, heute haben wir keine Belege mehr und abends
ist doch alles gebucht." (Buchhalterin)
Baustellenlogistik erfordert Kreativität.
Umfangreich ist das Leistungsspektrum der Baustellenlogistik,
denn bevor die Lieferkette anlaufen kann, müssen Geräte
auf der Baustelle verfügbar sein.
- Großgeräte mit Sondertransporten
- Baustellenausstattung
- Transportraum für Schüttgüter
- Baustoffe lagerichtig, temperatur- und zeitgeführt
- Kleinmaterial
- Personentransporte
"Wir sind gut, wenn auf der Baustelle nichts fehlt."
(Disponent)
Der
Logistikprozess.
Eingeleitet wird der Logistikprozess mit einer Bedarfsanforderung
durch die Baustelle. Im Rahmen eines Beschaffungsprozesses wäre
dies als Abruf zu sehen. Dazu werden heute die aus der Arbeitsvorbereitung
geplanten Geräte und Artikel bereits als Liste auf dem Computer
angeboten. Die Baustelle ergänzt Teilmengen, Anlieferform,
Liefertermin mit Uhrzeit, Zufahrtrichtung und je nach Geländeform
auch den Fahrzeugtyp.
Der entscheidende Zeitvorteil bei der mobilen Datenerfassung entsteht
in der Disposition des Transportauftrages parallel zur Kommissionierung.
Eine weitere Besonderheit der Bauwirtschaft greift hier: einzelne
Lieferungen können aufgeteilt werden und von verschiedenen
Versandstellen erfolgen. Sobald systemunterstützt festgelegt
ist, welche Artikel von welcher Baustelle, welchem Lieferwerk oder
Bauhof (Logistikzentrum) abzuholen sind, stehen der Transportlogistik
gleichzeitig alle Informationen bereit, eine routen- und ladeoptimierte
Disposition vorzunehmen.
"Überraschend war die immer wieder gleiche Abfolge
der Prozesse. Wie an einer Perlenkette musste einer auf den anderen
warten, jetzt arbeiten wir parallel an einer Bestellung." (Leiter
Disposition)
Kommissionierung ohne Papier.
Die Kommissionierung auf dem Bauhof oder der Baustelle erfolgt über
die Pickliste auf dem Handheld-Computer (PDA), wo abweichende Mengen
direkt vermerkt werden. Verwechslungen werden durch Fotos oder Skizzen
der Artikel auf dem Display verringert, der Bauschmutz hat über
Barcodes und RFID gesiegt. Mit der Übergabe an den LKW-Fahrer
"wandern" die Daten auf dessen PDA auf dem die Quittierung
an der Annahmestelle erfolgt.
Die mobile Lösung fügt sich in die IT-Infrastruktur
ein.
Für alle Informationen wird eine gemeinsame Erfassungslogik
für Transporte, Material oder Geräteeinsatz eingesetzt.
Eine einfache Oberfläche nach dem Motto "Klicken statt
Tippen" unterstützt den Anwender auf dem PDA oder PC.
Die
Architektur der gesamten Lösung besteht aus 5 marktgängigen
Modulen:
- Lieferscheine über PDA
- Senden von und zu den PDA
- Disposition für alle Artikel (Logistikserver)
- Replikator zum ERP-System
- Providerdienste und W-LAN
Eine technische Besonderheit leistet die Lösung: auf der Senderseite
offline einsetzbar, denn in vielen Baustellensituationen ist keine
permanente Netzanbindung gewährleistet. Sobald das Mobilgerät
wieder einen Netzzugang herstellen kann, erfolgt automatisch die
Übermittlung der Daten.
Ein angenehmer Nebeneffekt für die gesamte Kommunikation im
Unternehmen stellt die Einbindung der hausinternen eMail-Lösung
dar. Für die LKW-Fahrer sind Smartphones (PDAs mit Mobiltelefonfunktion)
die einzig notwendige "Hardware".
Positive Wirkung auf die Organisation.
In der Organisation sind weit reichende Veränderungen wirksam:
- Die Abläufe in der Baustellenlogistik und der Verwaltung
werden vom Informationsfluss bestimmt, nicht vom Beleg.
- Die Erfassung (besser Auswahl) von Artikeln und Geräten
erfolgt nur einmal.
- Disposition von Artikel, Gerät und Transport können
zeitgleich erfolgen.
- Buchungsinformationen erfolgen live.
- Fragen können sofort geklärt werden.
- Keine Erfassung und Ablage von Belegen.
- Insgesamt deutliche Einsparung im Verwaltungsbereich.
Die Mitarbeiter sind über die neue Arbeitsweise begeistert.
"Toll, wir arbeiten jetzt wie ein Paketdienst."
(Logistikmitarbeiter)
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