Vision
– Strategie – Ziele
Klare Unternehmensentwicklung verbessert
die Marktposition

Über 40 Jahre hinweg haben zwei Familienstämme
ihre Sparten eines Bauunternehmens völlig getrennt geführt. Selbst
Kunden verwendeten für die Geschäftsbereiche den Nachnamen der
federführenden Familie. Die Nachfolgegenerationen haben sich die
Vision eines führenden Bauunternehmens für drei konkrete
Kundengruppen gegeben. Hierzu sind Strategien und Zwischenziele
entwickelt worden. Nach einem Jahr sind die ersten Erfolge messbar.
Das Unternehmen hat seine Marktposition deutlich verbessert.
Sensible Ausgangssituation
Nach vielen Konflikten der Vergangenheit, war die erste
Aufgabe des Beraters, eine Gesprächsbereitschaft der
Gesellschafterstämme herbeizuführen. In Einzelgesprächen wurde
dies erreicht.
Die Moderation der folgenden Klausurtagungen
wurde auch wegen der profunden Branchenkenntnisse des Beraters von
den Teilnehmern angenommen. Immer wieder wurden in der Umsetzung der
Entscheidungen die erzielten Ergebnisse hinterfragt. Bei den
zahlreichen erforderlichen Ausprägungen der Einzelheiten wurde dann
eine vermittelnde Unterstützung geleistet.
Unternehmensentwicklung
Die strategische Unternehmensentwicklung setzt eine klare
Vision voraus. Aus der Vision werden Strategien entwickelt, wie
diese Vision Wirklichkeit werden kann. Aus Strategien werden Ziele
gesetzt. Klar umrissenen Maßnahmen machen diese Ziele erreichbar.
Mit diesem Weg können die Vorstellungen und Werte der
federführenden Familien in der zukünftigen Organisation des
Unternehmens verankert werden.
Nachdem alle Beteiligten diesem Ansatz
zugestimmt hatten, startete die Unternehmensentwicklung.
Vision
vorgeben
Mit drei Fragen wurde die erste Klausurtagung der Anteilseigner
eingeleitet:
- Wie sehen Sie Ihr Unternehmen in zehn Jahren?
- Wie sehen Ihre Kunden Ihr Unternehmen in zehn Jahren?
- Wie sehen Ihre Mitarbeiter Ihr Unternehmen in zehn Jahren?
Eine engagierte und sachliche Diskussion
führte zu einem gemeinsamen Bild für die Zukunft.
"Wenn in unserem Landkreis ein Kunde
Verkehrswege oder Industriebauwerke bauen oder sanieren will, denkt
er an uns!"
Strategie entwickeln
Aus der Vision heraus wurden in folgenden Klausurtagungen
die Kundengruppen definiert und Strategien entwickelt, wie die Ziele
bis zum Jahr 2014 erreicht werden können.
- Öffentlicher Straßenbau
- Private Verkehrswege
- Industriebau
Straßen und Verkehrsflächen
Der öffentliche Straßenbau wird auch zukünftig aus den vorgegebenen Regularien heraus über Submissionen angegangen.
Die privatwirtschaftlich organisierten Kunden für Verkehrsflächen (Logistikunternehmen, Supermärkte, Tankstellen) werden mit einer klaren Marketingoffensive und Angeboten angegangen.
Für beide Sparten wurde festgelegt, dass insbesondere Unterhaltsarbeiten und Kleinstaufträge Gegenstand des Leistungsversprechens sind. Damit wird ganz deutlich dem bisherigen Marktempfinden "Die machen doch nur große Sachen" entgegengetreten.
Industrie
Der Industriebau wird konkret abgegrenzt. Systembauten für
Supermärkte oder Kleinbetriebe fallen ausdrücklich nicht darunter.
Die Auftraggeberstruktur sind Konzerne und große, konzernähnlich
organisierte mittelständische Betriebe. Ein Merkmal sind eigene
Bauabteilungen und eine langjährige Präsenz am Markt. Diese
Unternehmen vergeben laufend Bauaktivitäten, die im Rahmen einer
Gesamtinvestition oft nur einen Bruchteil ausmachen. Der Unterhalt
bestehender Betriebseinrichtungen, gerade in Ruhe- und Liegezeiten
von Produktion und Dienstleistung werden zu einem besonderen
Leistungsmerkmal.
Organisation
umstellen
Neben den neugestalteten Marketingaktivitäten und einer
gezielten Kundenansprache, erfolgte dann die komplette Neugestaltung
der internen Aufbau- und Ablauforganisation. Diese wurde in
innerhalb von 6 Monaten ins Tagesgeschäft umgesetzt.
- Zentrale Organisation des Kundenmanagements mit einheitlichem Marketing und der neuen
Position Vertriebsingenieur
- Zentrale Baulogistik
- Zentrale Angebotsbearbeitung
Die Vision und die neue Strategien wurden den
Mitarbeitern im Vorfeld des "Familientages der offenen
Tür" vorgestellt. Danach wurde der Zeitplan für die
organisatorischen Änderungen und die neuen Rollen der einzelnen
Mitarbeiter erläutert.
Zum Anfassen wurde an diesem Tag bereits die neuen Werbematerialien
und der komplett umgestaltete Internetauftritt vorgestellt.
Öffentlichkeitsarbeit
Auf die interne Bekanntgabe folgte unmittelbar eine
Pressekonferenz, in der die neue Ausrichtung veröffentlicht wurde.
Innerhalb eines festen Zeitplans wurden alle
Kunden in einem persönlichen Gespräch über das zukünftige
Leistungsangebot des Unternehmens informiert.
Diese Ansprache erfolgte über die Person im
Unternehmen, die den engsten Kontakt zum Kundenunternehmen hat.
Hierzu wurden die Mitarbeiter speziell vorbereitet.
Einzigartigkeit
Für die beiden Geschäftsfelder
Verkehrsflächen und Industrie wird eine unverwechselbare Form der
Leistungserbringung angeboten: Der umweltschonende Rückbau,
verbunden mit einer weitgehenden Wiederverwendung (Recycling) von
ausgebauten Materialien und ausnehmend lärmarme Baustellen
signalisieren den bewussten Umgang mit Mensch und Natur.
Dieses umweltfreundliche Bauen wurde von der
Öffentlichkeit sehr schnell positiv angenommen.
Weitere
Schritte
In der Folge steht der Aufbau einer
strategischen Finanzplanung für das neuorganisierte Unternehmen im
Vordergrund. Ziel ist es, die im Rahmen der Nachfolge und der
Neupositionierung geänderte wirtschaftliche Situation in einer
einheitlichen Planung zusammen zu fassen.
Organisatorisch werden im Vertrieb weitere
Mitarbeiter ausgebildet, die ganz speziell vor der eigentlichen
Angebotsbearbeitung im Gespräch die Besonderheiten der Wünsche von
potentiellen Kunden erfahren sollen und daraus eine Bewertung der
möglichen Auftragschancen ableiten können.
Mit drei Unternehmen aus der Region wurde
eine lose Partnervereinbarung getroffen. Passt die Bauaufgabe eines
potentiellen Kunden nicht zum eigenen Leistungsportfolio, so wird
die Zusammenarbeit mit einem dieser Unternehmen empfohlen. Erste
Empfehlungen haben bei Kunden nicht nur zu Verwunderung, sondern
auch zur Kommunikation über weitere Bauvorhanden geführt.
Ergebnisse
Im ersten abgelaufenen Geschäftsjahr haben
sich die unter den neuen Aspekten gewonnen Aufträge im
Unternehmensvergleich höhere Deckungsbeiträge erzielt. Erste
Anfragen von Kunden aus den neu definierten Zielgruppen zeigen, dass
die Kommunikation des neuen Leistungsportfolios am Markt angenommen
wurde.
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